Informationen & FAQ zum VOX-Projekt

Hintergrundinformationen und Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das VOX-Projekt.

Zur Geschichte des VOX-Projektes

Bis im Juni 2016 waren diese Nachanalysen bekannt als VOX-Analysen und wurden vom Forschungsinstitut gfs.bern seitens Datenerhebung und den politikwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Genf, Bern und Zürich seitens Analyse betreut.

2016 bis 2020 wurde das Projekt unter dem Namen VOTO durch das FORS (Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften), das ZDA (Zentrum für Demokratie Aarau) und das Befragungsinsitut LINK durchgeführt.

Ab November 2020 läuft das Projekt wieder unter seinem alten Namen und wird vom Forschungsinstitut gfs.bern realisiert.

Das VOX-Projekt heute

Nach jeder eidgenössischen Abstimmung führt gfs.bern im Auftrag der Bundeskanzlei eine repräsentative Umfrage durch und befragt rund 3’000 zufällig ausgewählte Stimmberechtigte. Es interessieren die Motive für und gegen die Teilnahme und für die Entscheide der Stimmberechtigten. Im Vorfeld jeder Abstimmung erstellt gfs.bern in Zusammenarbeit mit Sébastien Salerno den Fragebogen für die VOX-Umfrage. Das Rückgrat dieses Fragebogens bilden die Fragebogen früherer VOX-/VOTO-Nachanalysen. Um den Wert der Datenreihe zu erhalten, werden nur vorlagenspezifische Fragen (z.B. Argumente für oder gegen eine Vorlage) jedes Mal neu formuliert. Die Ausarbeitung des Fragebogens liegt ausschliesslich in der Kompetenz von gfs.bern.

Seit November 2020 wird die Befragung Online und auf Papierfragebogen durchgeführt. Zuvor wurden die Daten telefonisch bei jeweils 1‘500 Stimmberechtigten erhoben. Inhaltlich stehen Fragen zur Abstimmungsteilnahme, den Stimmentscheiden und den Argumenten im Zentrum. Darüber hinaus werden Werthaltungen und Angaben zur Mediennutzung bei Abstimmungen erfragt. Den Abschluss jeder Befragung bilden statistische Fragen (z.B. Bildungs- und Zivilstand, Herkunft, Wohnverhältnisse etc.) weil man um die Wichtigkeit solcher Variablen für politisches Entscheidverhalten weiss.

Nach Abschluss der Befragung werden sämtliche Daten anonymisiert. Weder Namen, noch Adressen oder Geburtsdaten sind im Datensatz für die Analyse verfügbar. Die Kontaktdaten der Studienteilnehmer*innen werden nach Abschluss der Befragung gelöscht. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind daher nicht möglich. Die Daten werden in anonymisierter Form veröffentlicht und können bei Swissvotes frei heruntergeladen werden. Das gilt auch für alle alten VOX-Datensätze und VOX-Berichte.

Worum geht es bei den VOX-Studien?

Abstimmungskämpfe werden oft kontrovers geführt. Gegner und Befürworter kämpfen mit einer Vielzahl von Argumenten für ihre Position. Entsprechend gibt es auch ganz unterschiedliche Gründe, weshalb jemand Ja oder Nein stimmt.

Für Bundesrat und Parlament, für die Parteien, für die Wissenschaft und für die Medien ist es wichtig, die Motive der Stimmberechtigten zu verstehen:
Wieso haben Sie teilgenommen oder nicht?
Wieso haben sie Ja oder Nein gestimmt? Und was erhoffen Sie sich von Ihrem Entscheid?

Die Antworten auf diese Fragen helfen den Behörden, den Volkswillen besser zu verstehen.

Wer führt die Umfrage durch?

Die VOX-Analyse der Abstimmungen gibt die Bundeskanzlei für den Bundesrat in Auftrag. Sie hat das Forschungsinstitut gfs.bern beauftragt, nach jeder Abstimmung eine Umfrage durchzuführen und eine Analyse zu erstellen.

gfs.bern führt die Erhebung und die Analyse unabhängig durch. gfs.bern ist für die Auswahl der Fragen und die Inhalte der Berichte verantwortlich und dabei ausschliesslich wissenschaftlicher Qualität verpflichtet.

Die Bundeskanzlei veröffentlicht die Berichte. Sie bestimmt aber weder die Fragen noch den Inhalt der Berichte.

Die Studienergebnisse werden jeweils rund acht Wochen nach dem Urnengang auf www.admin.ch sowie unter vox.gfsbern.ch in drei Landessprachen anonymisiert publiziert.
Danach stehen sie frei zur Verfügung.

Wer finanziert die VOX-Studien?

Die Schweizerische Bundeskanzlei finanziert die VOX-Studien. Sie hat im Namen des Bundesrates eine öffentliche Ausschreibung gemacht und daraufhin das Forschungsinstitut gfs.bern beauftragt, die Umfragen für die laufende Legislatur durchzuführen.

Warum bin ich für die Studie ausgewählt worden?

Da es nicht möglich ist, die gesamte Stimmbevölkerung zu befragen, wurde eine Zufallsstichprobe von rund 3000 Personen aus dem Stichprobenregister des Bundesamtes für Statistik (BFS) gezogen. Das BFS darf solche Daten für Forschungsvorhaben weitergeben, die der Bund in Auftrag gegeben hat und die von nationaler Bedeutung sind (siehe Art. 13c Abs. 2. Bst. C der Statistikerhebungsverordnung). Sie wurden also in einem Zufallsverfahren ausgewählt und vertreten Personen, die Ihnen ähnlich sind – beispielsweise hinsichtlich des Alters, des Geschlechts oder der Ausbildung.

Damit die Aussagen der VOX-Studien verlässlich sind und die Meinung der gesamten Bevölkerung widerspiegeln, ist es wichtig, dass Sie an der Umfrage teilnehmen.

Ihre Meinung zählt!

Die Studienteilnahme gibt Ihnen Gelegenheit, Ihre Ansicht zu den Abstimmungsthemen und zur Politik generell zu äussern.

Auch wenn Sie nicht abgestimmt haben oder sich nicht für Politik interessieren, sind wir an Ihrer Meinung interessiert. Denn so können Standpunkte eingebracht werden, die sonst kaum gehört werden.

Was geschieht mit meinen Daten und Angaben?

Wir behandeln Ihre Antworten absolut vertraulich.

Die Daten der Studie stehen nur anonymisiert, das heisst ohne Namen, Adresse und Geburtsdatum für wissenschaftliche Analysen zur Verfügung. Zudem löschen wir alle Adressdaten nach dem Studienende und verwenden sie für keine anderen Zwecke oder Studien. Es sind keine Rückschlüsse auf Sie als Person möglich.

Muss ich mitmachen?

Die Teilnahme an dieser Studie ist freiwillig. Wir sind jedoch auf Ihre Hilfe angewiesen, um die Studie durchführen zu können.

Die Ergebnisse sind nur dann aussagekräftig, wenn möglichst viele der zufällig ermittelten Personen an der Befragung teilnehmen.

Deshalb ist es nicht möglich, Sie einfach durch eine andere Person zu ersetzen.

Wie lange dauert die Umfrage?

Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt rund 20 Minuten in Anspruch.

Sie können das Ausfüllen jederzeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen, denn ihre Antworten werden automatisch gespeichert.

Ich interessiere mich nicht für Politik oder habe an der Abstimmung gar nicht teilgenommen. Muss ich dennoch mitmachen?

Ihre Meinung interessiert auch dann!

Die VOX-Studien analysieren auch, weshalb Stimmberechtigte nicht an einer Abstimmung teilnehmen. Ihre Gründe für eine Nicht-Teilnahme oder Ihr Desinteresse an Politik sind mindestens ebenso relevant für den Bundesrat, wie die Angaben von Stimmberechtigten, die teilgenommen haben.

Kann jemand anderes die Umfrage für mich ausfüllen? Oder kann ich anstelle einer anderen Person teilnehmen?

Nein. Es muss die zufällig ausgewählte Person teilnehmen. Eine Stellvertretung durch eine andere Person im Haushalt etwa ist nicht möglich.

Wenn die von uns angeschriebene Person nicht mehr lebt, nicht mehr bei Ihnen wohnt oder selber nicht an der Befragung teilnehmen möchte, ist es leider nicht möglich, sie zu ersetzen. Falls Sie jedoch die Kontaktdaten der ausgewählten Person haben, wäre es sehr hilfreich für uns, wenn Sie uns diese mitteilen.

Sie können sich per Mail oder Telefon (031 311 08 06) an uns wenden.

Wo sind die Resultate der VOX-Studien zu finden?

Alle Berichte werden barrierefrei verfasst und stehen der Öffentlichkeit jeweils rund acht Wochen nach dem Abstimmungssonntag auf Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung. Sie können sie hier herunterladen.

Da wir keine persönlichen Informationen speichern, können wir Sie leider nicht persönlich informieren, wenn die Studie erscheint.

Probleme beim Einloggen oder Ausfüllen der Umfrage?

Wenden Sie sich  ohne Zögern direkt an uns!

Während der Umfragephase (jeweils beginnend am Montag nach einer Abstimmung und dann die drei darauffolgenden Wochen) stehen Ihnen folgende Kontaktwege zur Verfügung:

Gratis-Telefon-Hotline: 0800 437 123
Mail:
Online-Formular: http://gfs-bd.ch/kontakt
WhatsApp/SMS: 076 680 21 63

Kontakt bei weiterführenden Fragen oder nach Ablauf der Umfragephase

Sollten Sie weiterführende Fragen haben, können Sie sich gerne direkt ans gfs.bern wenden.

Die zuständige Projektleitung wird sich Ihren Fragen gerne annehmen.

Mail:
Telefon: 031 311 08 06